Zoos sind auch Forschungsstätten

Zusammenarbeit mit der Wissenschaft
Tiere besser verstehen


Wissenschaftlich geleitete Zoos gewinnen, nutzen und teilen Wissen über Tiere. Forschung hilft ihnen, Tierhaltung, Artenschutz und Bildung laufend zu verbessern.
Wissenschaftlich geführte Zoos richten ihre Arbeit an aktuellen Erkenntnissen aus Biologie, Zoologie und Veterinärmedizin aus. Neues Wissen fliesst laufend in Tierhaltung, Fütterung, Pflege, Gesundheitsvorsorge, Zuchtprogramme, Bildung und Artenschutz ein. Zoos sind damit lernende Organisationen: Sie überprüfen ihre Arbeit regelmässig und entwickeln sie weiter.
Gleichzeitig sind Zoos selbst wichtige Forschungsstätten. Die Mitglieder von zooschweiz sind aktuell an über 130 Forschungsarbeiten beteiligt. Untersucht werden zum Beispiel das Verhalten von Tieren, Fragen der Ernährung, Impfprogramme, genetische Grundlagen für Wiederansiedlungen oder die Gesundheit von Tieren in Erhaltungszuchtprogrammen. Viele Arbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungsinstituten und internationalen Fachnetzwerken.
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Biobank des Europäischer Verbandes der Zoos und Aquarien (EAZA Biobank). Sie sammelt und lagert biologische Proben wie Blut, Gewebe oder Haare von Tieren aus EAZA-Mitgliederzoos sowie teilweise von Wildtieren. Die Proben stehen der Wissenschaft zur Verfügung. So lassen sich genetische Fragen klären, Verwandtschaften besser verstehen und Strategien für den Schutz bedrohter Arten weiterentwickeln – in menschlicher Obhut ebenso wie in der Natur.
Forschung hilft, Tiere in ihrer Biologie, ihrem Verhalten und ihren ökologischen Zusammenhängen besser zu verstehen. Sie bildet die Grundlage, um Tierhaltungen weiterzuentwickeln und bedrohte Arten wirksamer zu schützen – im Zoo ebenso wie in ihren natürlichen Lebensräumen. Wissenschaftlich begutachtete Forschungsarbeiten aus Zoos und Aquarien sind unter anderem in der Zoo Science Library zugänglich.
