zooschweiz - Verein wissenschaftlich geleiteter zoologischer Gärten der Schweiz
zoosuisse - Association des parcs zoologiques suisses gérés de façon scientifique

Über uns – Mission

Wildtiere im Zoo sind Botschafter für ihre bedrohten Artgenossen

Tiere, Menschen und Pflanzen bilden ein Netzwerk lebender Organismen. Das Leben und das Überleben auf diesem Planeten sind von einer ökologisch verträglichen Nutzung durch den Menschen abhängig. Doch geraten die natürlichen Lebensräume immer mehr unter Druck. Die Natur ist bedroht und mit ihr die Tierwelt. Die Wildtiere im Zoo sind die Botschafter ihrer bedrohten Verwandten in der Natur. Durch aktive und finanzielle Hilfe, aber auch durch Bildung und Forschung leisten die neun im Verein zooschweiz zusammengeschlossenen Tierparks und Zoos einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur in der Schweiz und weltweit. Wir sind überzeugt: Zoobesucher sind von der Eleganz, Schönheit und Ausstrahlung der Tiere fasziniert, sie werden emotional berührt. Nur so sind sie auch bereit, sich für den Schutz der Natur und der Tiere zu engagieren. Kein noch so guter Dokumentarfilm kann dieses reale Tiererlebnis ersetzen. Gut geführte Zoos und Tierparks sind gesellschaftlich wichtige Institutionen für eine bessere Zukunft im Umgang mit Tier und Natur.

Die Mitglieder von zooschweiz setzen die Welt-Zoo-Naturschutzstrategie der WAZA (World Association of Zoos and Aquarias) durch eine aktive Rolle im Natur- und Artenschutz innerhalb und ausserhalb der Zoos um, indem sie bedrohten Tierarten Raum bieten und diese vorbildlich halten, Erlebnisse mit Tieren vermitteln, neues Wissen schaffen und veröffentlichen und bedrohte Arten und ihre Lebensräume schützen helfen.

Alle neun Mitgliederinstitutionen von zooschweiz beteiligen sich an international koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen für bedrohte Tierformen (Arten und Unterarten). 2017 waren das insgesamt 158 Beteiligungen für 109 verschiedene Tierformen. Zudem leisten die Mitgliederinstitutionen einen jährlichen Beitrag von um die 1,6 Millionen Schweizer Franken für diverse Naturschutzprojekte im Ausland.

Königspinguin/Manchot royal, Zoo Zürich. Photo: Zoo Zürich

 

Qualität der Tierhaltung

Die Mitglieder von zooschweiz verpflichten sich einer qualitativ hochstehenden Tierhaltung, die sich an den aktuellen Erkenntnissen der Tiergartenbiologie, Feldforschung, Tiermedizin und anderer Wissenschaften orientiert und auf diese Weise die Bedürfnisse des Tieres und die Anliegen des Tierschutzes wahrnimmt. Die Qualität der Tierhaltung geht weit über die gesetzlichen Mindestvorschriften hinaus und orientiert sich am Wohlbefinden der im Zoo lebenden Tiere. Vorrausetzungen dafür sind beispielsweise den Bedürfnissen der Tiere entsprechende Gestaltung und Grösse des Raumes sowie Klima, Fütterung und die Haltung in einer artgemässen Sozialstruktur. Die Zoos verpflichten sich, ihre Tierhaltungen dauernd zu überprüfen und wenn nötig, an die neuen Erkenntnisse anzupassen.

Westlicher Flachlandgorilla/Gorille des plaines de l’Ouest, Zoologischer Garten Basel. Photo: Torben Weber

 

Natur- und Artenschutzstrategie von zooschweiz

Der Verein zooschweiz vereint die wissenschaftlich geführten Tierparks und Zoos der Schweiz mit dem Ziel, die wichtige Rolle der Zoos im 21. Jahrhundert in der Öffentlichkeit und den Behörden bekannt zu machen und sich als Schnittstelle zwischen der Natur und den Besuchern versteht und so die Freunde an der Natur fördert. zooschweiz engagiert sich ausserdem in konkreten Naturschutzprojekten.

Die Kriterien zur Auswahl der Projekte sind wie folgt:
– Die Projekte müssen einen direkten Zusammenhang zwischen der Welt der Zoos und den zu schützenden Tierarten haben. Idealerweise beziehen sich die Artenschutzprojekte auf Tierarten, die in den Schweizer Zoos gehalten und in einem Erhaltungszuchtprogramm gezüchtet werden.
– Wenn solche Programme noch nicht existieren, dann können die gewählten Projekte als Initialzündung zur Etablierung eines Erhaltungszuchtprogrammes dienen.
– Programme für einheimische Tierarten sollen bevorzugt ausgewählt werden, die in Zusammenhang mit Schutzprojekten auf dem Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft stehen. Diese Vorgabe ist aber nicht absolut verbindlich.
– Die durch zooschweiz bewilligten Finanzmittel sollen in erster Linie Massnahmen und Material im Rahmen eines Naturschutzprojektes abdecken (Logistik, Infrastruktur, genetische Analysen, Transport und so weiter) und nur in einem     kleineren Rahmen Kosten für Versammlungen, Mandate oder für Werbe- und Kommunikationsmittel.
– Die Projekte dürfen über mehrere Jahre laufen und so durch Finanzmittel abgedeckt werden.
– Die von zooschweiz unterstützten Projekte müssen von Anfang bis zum Schluss durch zooschweiz kommunikativ begleitet werden. In den Medien und der Öffentlichkeit muss zooschweiz als zentraler Akteur wahrgenommen werden.

Wisent/Bison d’Europe, Natur- und Tierpark Goldau. Photo: Roger Graf

 

Mitgliederinstitutionen